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Auf dieser Seite wollen wir unsere Mitglieder des Verbandes zu Wort kommen lassen 

 

 

45 Jahre Hyparschale

 

Bei einem Spaziergang entlang der Elbuferpromenade schaut man mit großem Vergnügen auf die andere Elbseite, auf unseren Stadtpark Rotehorn und auch auf das Landesfunkhaus des MDR.


Daneben steht ein Gebäude, das auch aus der Ferne etwas heruntergekommen aussieht. Die Hyparschale ist eine Mehrzweckhalle, die 1969 nach den Plänen des
Bauingenieurs Ulrich Müther errichtet wurde.

 

Die 2300 m/2 große Halle ist exakt in axialer Verlängerung zur Stadthalle gebaut worden und bildet so einen hervorragenden Gegenpol. Auf Veranlassung des Magdeburger Stadtbaurats Bruno Taut trat Johannes Göderitz 1921 in den Dienst der Stadt Magdeburg und war zunächst Mitarbeiter im Arbeitsstab Tauts. 1923 wurde er zum Magistratsbaurat ernannt und war verantwortlich für die städtische Hochbauverwaltung, so auch für die in den Jahren1926/27 errichtete Stadthalle.

 

Seit 1990 steht die Hyparschale unter Denkmalschutz, seit 1991 ist sie ungenutzt, seit 1997 baupolizeilich gesperrt.

 

Nach einer der letzten Meldungen der Volksstimme vom 20.11.2013 will die Stadt  das 6500 m/2 große Grundstück samt Halle per Erbbaurecht vergeben.

Nach Abriss der alten Messhallen könnte der Nutzer dann mit weiteren Flächen für Parkplätze rechnen. Der zukünftige Nutzer sollte aber auf eine Nutzung im Bereich Sport, Kultur, Freizeit achten. Eine Entscheidung ist für das 1. Quartal 2014 in Aussicht gestellt.

 

Der VEB Industrieofen- und Feuerungsbau Magdeburg (zuvor Gerling und Rausch)

und die PGH Spezialbetonbau Binz/Rügen haben die Halle gebaut und es war für beide Betriebe eine Herausforderung

 

Die Stahlbetondecke der Hyparschale ist selbst tragend. Sie besteht aus vier hyperbolischen Paraboloiden und überspannt eine quadratische Fläche von 48 × 48 Meter. Auf der Dachfläche der Stahlträger wurde Spritzbeton aufgetragen.

 

Die Anfertigung der Spannglieder aus besonderem Stahl und ihren Einbau sowie die Schalungsarbeiten für die doppelt gewölbten Dachschalen (Hyperbel und Parabel) der vier identischen Teile des Daches waren eine Herausforderung für die beteiligten Firmen. Bis heute hat diese Konstruktion Bestand und das spricht für den Erfolg der Unternehmen. Die Lasten der vier Dachschalen werden als Schrägstützen zum Erdboden hin geführt, daher ist die Außenfläche stützenfrei und nahezu vollständig aus Glas.

 

Architekturkritiker belegen diese Bauweise mit den Attributen filigran, leicht und schwerelos.

Nach 1990 waren einige der von Müther errichteten Gebäude mangels Nutzung vom Abriss bedroht und verfielen. Müther nahm daher selbst die Sanierung einiger seiner Bauten in die Hand. So wurde nach zehn Jahren Leerstand das ehemalige Restaurant und Warnemünder Wahrzeichen Teepott innerhalb eines halben Jahres zu einem Mehrzweckgebäude umgebaut und damit das Baudenkmal vor dem Abriss bewahrt.

 
Versprochen ist, dass das Kuratorium Hyparschale zum Tag des offenen Denkmals 2014 auf dem Außengelände eine Veranstaltung durchführen wird.
Wir freuen uns darauf.



Ursula Hartmann
Magdeburg, 05.02.2014

 

 

 

 

 

 

Himmelsbund Die Rettung der Domfenster 

 

Zur großen Freude der ev. Domgemeinde und vieler, vieler Magdeburger wurden kurz vor Weihnachten 2012 die einzigen historischen Farbfenster des Magdeburger Domes nach erfolgter Restaurierung wieder der Öffentlichkeit übergeben Sie befinden sich in der Marienkapelle des Remter, der Winterkirche der ev. Domgemeinde.

 

Für die Restaurierung der sehr desolaten Bleiglasfenster hatte der Domförderverein zu der Spendenaktion HIMMELSBUNT. Rettungsaktion Domfenster“ aufgerufen, um die dafür benötigten Mittel zusammen zu bekommen. Dabei handelte es sich immerhin um das hübsche Sümmchen von rd. 77 000 € .

 

Auch wir Stadtführer haben dafür unser Scherflein beigetragen – denn kein anderes Wahrzeichen als unser Magdeburger Dom brauchte auch unsere Hilfe!

 

Und nun strahlen die farbigen Bleiglasfenster wieder „himmelsbunt“ - getreu dem Motto der erfolgreichen Spendenaktion.

 

Dr. Gottfried Richter